Gesundheitssport
Sport und Prävention
Gesundheitssport
Motivation
 
 

wanderer.jpg Dr. Lutz Vogt (Institut für Sportwissenschaften der Universität Frankfurt/Main) definiert in seinem Buch "Sport in der Prävention" den Begriff folgendermaßen: "Gesundheitssport ist eine aktive, regelmäßige und systematische körperliche Belastung mit der Absicht, Gesundheit in all ihren Aspekten zu fördern, zu erhalten und wiederherzustellen."

Dazu gehören im Besonderen:

  • Verbesserung der Ausdauer-, Kraft-, Dehn-, Koordinations- und Entspannungsfähigkeit
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Vermittlung von Wissen über die Möglichkeiten und Wirkungsweisen körperlicher Aktivität
  • Einflussnahme auf Fettstoffwechsel, Blutzucker, Übergewicht und Immunsystem
  • Auswirkungen auf Rückenprobleme, Kopf- und Gliederschmerzen, depressive Stimmungen, Schlafstörungen, Stress

Die Auswirkungen von Gesundheitssport

Die Auswirkungen von Gesundheitssport im physischen (körperlichen) Bereich erstrecken sich hauptsächlich auf das Herz-Kreislauf- , bzw. das Haltungs- und Bewegungssystem . Verantwortlich für die durch regelmäßigen Sport positiv hervorgerufenen Prozesse ist eine umfassende Aktivierung der Muskulatur und die Verbesserung von Ausdauer, Kraft, Dehn- und Koordinationsfähigkeit. Besonders deutlich wird dies bei einem Personenkreis, der bisher sportlich untätig war. Mit einem wöchentlichen Trainingsverbrauch von ca. 500 kcal reduziert sich das Erkrankungsrisiko dieser Gruppe bereits um fast 50 Prozent.

wandergruppe3.jpgDie psychische (seelische) Wirkungsweise von Sport zeigt sich besonders bei der Altersgruppe der Frauen ab 40 Jahren. Immer mehr fühlen sich heute subjektiv „krank" oder „beeinträchtigt". Medizinisch sind oft keine körperlichen Schädigungen diagnostizierbar, obwohl eindeutige symptomatische Beschwerden vorliegen. In diesen Fällen spricht man häufig von psychosomatischen Störungen.

Die körperliche Aktivierung - sprich sportliche Betätigung - kann zwar die eigentlichen Ursachen dieser Beschwerden nicht lindern, sorgt aber durch die Anhebung der Allgemeinstimmung für eine positive Beeinflussung. Zahlreiche medizinische Studien belegen, dass die Personen, die sich „fit" fühlen, weit weniger unter psychosomatischen Erkrankungen leiden (z.B. Schlafstörungen, schnelles Ermüden, Kopfschmerzen) als sportlich Passive.

Vergleichbare Effekte finden sich auch im psychosozialen Umfeld. Menschen mit ausreichenden Bewegungs- und Entspannungsphasen bewältigen die heutigen Anforderungen von beruflichen und familiären Problemen wesentlich einfacher, als Personen mit geschwächten Gesundheitsressourcen.

Daher gilt:

Gesundheitssport verringert nachweislich negativ empfundene Zustände wie Spannungen, Disstress oder Angst und fördert gleichzeitig positive Gefühlszustände wie Ruhe, Entspanntheit und Vitalität. Daraus resultiert ein allgemeines Wohlbefinden, höhere Lebensqualität und die Stärkung des Immunsystems.

 
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