Ernährung und Prävention

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Ernährung und Prävention 
 
 

Ernährung ist die Voraussetzung zur Erhaltung jedweden Lebens. Daher gilt: Der Mensch ist, was er isst.

Früher waren die Essgewohnheiten stark abhängig von Lebensraum und Kultur. So ernährte man sich in Deutschland hauptsächlich von Brot, Getreide- und Hirsebrei, Erbsenmus sowie vielen Suppen. Heimisches Obst und Sammelfrüchte galten als willkommene Abwechslung im Einerlei der Mahlzeiten. Fleisch und Fisch waren, sofern man nicht am Meer oder an einem Fluss lebte, ein seltener Festtagsschmaus. Selbst Milchprodukte (Butter, Käse) waren für die normale Bevölkerungsschicht kaum erschwinglich.

Heute haben wir uns, dank der Fülle an vorhandenen Nahrungsmitteln aller Art, von den traditionellen Ernährungsweisen fortentwickelt und verfügen eigentlich über die besten Voraussetzungen für eine gesunde und abwechslungsreiche Kost. Dennoch gibt es ein stetig wachsendes Missverhältnis zwischen Nährstoffbedarf und Nahrungsaufnahme, das letztendlich zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten (Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Adipositas, Gicht, Allergien, Darmkrebs und Essstörungen) führt.

Zu unseren unausgewogenen und somit ungünstigen Essgewohnheiten kommt das rasant wachsende Angebot an Fertignahrung hinzu, das sich besonders durch seine kalorienreiche Zubereitung negativ auswirkt.

Ein Selbstversuch aus USA (Super Size Me):

2003 führte der Regisseur Morgan Spurlock  in den USA einen Selbstversuch mit der Vorgabe durch, vier Wochen lang ausschließlich die Produkte einer Fastfood-Kette zu sich zu nehmen und maximal 5.000 Schritte täglich zu gehen. Das Experiment führte bei dem Probanden zu einer Gewichtszunahme von 14 Kilogramm, einer dramatischen Verschlechterung des Blutbildes (insbesondere die Leberwerte wurden so schlecht, dass die Ärzte gegen Ende sogar den Versuch wegen lebensbedrohlicher Entwicklung abbrechen wollten), Suchtverhalten (auftretende Kopfschmerzen, bis Nahrung aufgenommen wurde), Motivations- und Antriebsschwäche, Übellaunigkeit bis hin zu Depressionen und aufkommenden hygienische Defiziten.

Den Selbstversuchs hat Morgan Spurlock gedreht und 2004 als Film "Super Size Me" veröffentlicht.

 
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